Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Buckau erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über Buckau und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Magdeburg Buckau

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Geografische Lage

Magdeburg BuckauWestlich der Elbe und unweit des Stadtzentrums von Magdeburg liegt der Stadtteil Buckau. Im Norden trennt die Steubenallee und die Sternbrücke das Stadtgebiet von der Altstadt. Im Osten verläuft die Regionalbahnlinie und der Stadtteil Leipziger Straße. Im Süden bilden Schanzen- und Brunnenweg den Übergang zu Fermersleben. Buckau liegt direkt an der Elbe. Die natürliche Grenze der Stromelbe trennt den Stadtteil im Osten vom Stadtgebiet Werder und dem dortigen Rotehornpark. Seine Flächenausdehnung beträgt etwa 2,18 Quadratkilometer, wobei besonders der Nord- und Südteil dicht besiedelt sind.

Historische Merkmale

Auf dem Gebiet entstand ursprüngliche eine slawische Siedlung, die erstmals im Jahr 937 Erwähnung fand, als Otto der Große den Ort in einer Schenkung dem Moritzkloster zueignete. Noch vor der Jahrtausendwende fiel der Besitz an die Benediktinerabtei des Klosters St. Johannis der Täufer auf dem Berge, welches sich unweit des Magdeburger Stadtgebietes befand. Im Mittelalter fast vergessen, in den nachfolgenden Kriegen oft verwüstet, überdauerte die Siedlung in einem ärmlichen Dasein, was noch bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu einem großen Teil im Broterwerb durch eine Leinenweberei bestand. Unter der Herrschaft der preußischen Provinz Sachsen entwickelte sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts eine rasche Industrialisierung. Färberei, Lederlackfabrik, Ofen- und Tonwaren, aber auch Gemüseanbau brachten Wachstum und etwas Wohlstand. Durch die Streckenlegung der Magdeburger-Leipziger-Eisenbahn entstanden weitere Produktionsstätten, darunter das Grusonwerk, eine spätere Krupp-Tochter, die in den nachfolgenden Jahrzehnten vor allem militärische Kettenfahrzeuge produzierte. Mit Umschlaghafen und Schwerindustrie überdauerte der Stadtteil auch die Nachkriegszeit innerhalb der DDR.

Demografische Veränderung

Erst mit dem Beginn der industriellen Revolution stellte sich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung am Ort ein. Seit dieser Zeit folgten den Fabrikationsanlagen erste große Wohnquartiere, die bis heute den typischen Charakter des Stadtteilgebiets und die Bezeichnung als Arbeiterviertel prägten. Auch wenn mittlerweile zahlreiche große Industriebetriebe ihre Tore geschlossen haben, hat sich die eigentliche Struktur des Ortes an vielen Stellen erhalten. Insgesamt leben hier etwa 6.400 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 39,4 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Der Stadtteil bietet beim Erkunden etliche Kontraste und verschiedene Blickwinkel. Im Vordergrund stehen viele industrielle Kulturdenkmäler, die vor allem aufgrund der gut erhaltenen gründerzeitlichen Architektur interessant sind. Das einstige Grusonwerk, die Maschinenfabrik Wolf, der alte Bahnhof oder auch das Umspannwerk sind epochale Zeitzeugen und sollten beim Sightseeing berücksichtigt werden. Einen anderen Höhepunkt stellen die 1896 errichteten Gruson-Gewächshäuser dar. Mit einer umfassenden Pflanzensammlung, die bis in ihre Ursprünge aus dem 19. Jahrhundert zurückreicht, bietet die botanische Gartenanlage viele unterschiedliche Anschauungsbereiche. Direkt nebenan lädt der erste großflächige deutsche Volkspark, der Klosterbergegarten, zum Spazierengehen ein. Das Gesellschaftshaus, ein Veranstaltungsgebäude inmitten des Parks, schuf der berühmte Baumeister Karl-Friedrich Schinkel. An selber Stelle findet auch das beliebte Telemann-Sommerfest statt, welches im Klosterbergegarten ein Barockes Lebensgefühl mit Kleidern und Musik aus einer anderen Zeit darbietet. Unter den Sakralbauten beeindruckt die Sankt-Norbert-Kirche. Das einst im Jahr 1885 mit drei Schiffen ausgestattete Hallengebäude präsentiert sich ganz im Stil der Neogotik.

Als einstiges Problemviertel zeichnet sich Buckau heute durch eine aktive Gemeinschaft mit jeder Menge Kultur und Veranstaltungen aus. Ob Telemann-Sommerfest im Klosterbergegarten, Konzerte im Kulturhaus, der Kunstkantine, im Factory oder Publich Viewing im Biergarten – direkt vor der Elbe. Der Stadtteil im Süden der Altstadt lebt (!) und hat einiges zu bieten. Das Technikmuseum, Jugendkulturhaus, Kunstschule, Puppentheater, Lesungen, Livemusik und Buckauer Stadtfeste runden das Viertel kulturell ab und sind zeugen von der lebhaften Veranstaltungs- und Partyszene. Zwischen den liebevoll sanierten Altbauten gelingt eine kreative Mischung aus vergangenen Epochen und Moderne.

Als Fazit gilt festzuhalten, dass Buckau bei einer intensiven Entdeckungstour durch das Magdeburger Stadtgebiet nicht außen vor gelassen werden sollte. Die gute touristische Infrastruktur mit den günstigen Verkehrsanbindungen, die direkte Elblage und die vielen sehenswerten Highlights unterschiedlichster Art sprechen für sich. Der Stadtteil ist das neue Zentrum für Kunst und Kultur, hält zahlreiche Veranstaltungspunkte, Events, Partylocations, Restaurants, Bars oder Cafés bereit.

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