Die Hyparschale ist ein architektonisches Highlight auf der Elbinsel Werder am Kleinen Stadtmarsch. Der Schalenbau reiht sich hier mit anderen markanten Bauwerken am Ostufer der Stromelbe in einer Achse zwischen dem Landesfunkhaus des MDR im Norden und der Stadthalle Magdeburg im Süden. Weiter östlich erstreckt sich der beliebte Stadtpark Rotehorn und im Westen führt die denkmalgeschützte Hubbrücke über die Elbe und verbindet die Altstadt von Magdeburg mit dem Stadtteil Werder.

Die Hyparschale wurde als sogenannte Mehrzweckhalle für unterschiedliche Events und Veranstaltungen konzipiert. Das Bauwerk wurde 1969 nach dem Konzept des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtet. Im Jahr 1998 wurde die Hyparschale in die Landesdenkmalliste aufgenommen.

Die Hyparschale ist eines der bekanntesten Bauwerke Magdeburgs. Die Namensgebung stammt von der Baustil-Bezeichnung “hyperbolische Paraboloidschale” ab. Der leitende Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) prägte diesen Stil mit 70 Bauwerken in Deutschland. Er konstruierte die Mehrzweckhalle an der Elbe im Jahr 1969 mit einem Fassungsvermögen für cirka 500 Menschen auf einer Halleninnenfläche von 50 x 50 Meter und nannte sie kurz “Hyparschale”.

Heute liegt die Hyparschale malerisch eingebettet an den Ufern der Elbe, im Stadtpark Rotehorn. Doch jahrelang wurde sie nicht genutzt und verfiel mit der Zeit, bis sogar der Zutritt durch die Stadt verboten wurde. In den letzten Jahren hat sich die Stadt intensiv mit dem Thema befasst, sodass im Jahr 2019 Pläne für die Restaurierung und zukünftige Nutzung der Hyparschale vom Stadtrat Magdeburgs ratifiziert wurden. Für die Instandsetzung der Hyparschale sind 16,9 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt bislang u. a. mit Stadtumbau-Fördermitteln aus dem Programmbereich “Aufwertung”.

Die Bauarbeiten für die Neue Hyparschale sollen im Jahr 2020 beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant.

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