Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Sudenburg erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet von Sudenburg und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Sudenburg virtuell besuchen
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Geografische Lage

Magdeburg SudenburgIm Süden der Orte Stadtfeld Ost und Stadtfeld West liegt Sudenburg. Der Stadtteil wird im Westen von Diesdorf und dem Graseweg begrenzt, folgt im Osten dem Verlauf des Magdeburger Rings bis zur Altstadt und erstreckt sich in seiner südlichen Ausdehnung vom Stadtteil Lemsdorf an der Brenneckestraße bis nach Ottersleben an der Straße „Unter der Georgshöhe“. Das Stadtgebiet von Sudenburg hat eine Fläche von etwa 5,3 Quadratkilometer.

Historische Merkmale

Archäologische Hinweise in Form eines Großsteingrabes sind Hinweise darauf, dass die Region bereits in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Erwähnung erhielt der Ort erstmals im Jahr 965 und erhielt nicht ganz 400 Jahre später vom Erzbischof zu Magdeburg sogar das Stadtrecht verliehen. Doch die im Südwesten liegende Nähe zu den Toren der heutigen Landeshauptstadt hatte keinen günstigen Einfluss auf Sudenburg. Stetige Zerstörungen und der voranschreitende Ausbau der Festungsanlage, militärisch bedingte Komplettabrisse im Dreißigjährigen Krieg sowie in der napoleonischen Besatzungszeit ließen eine reguläre städtische Entwicklung nicht zu. In der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Beginn der Industrialisierung siedelte sich viele rundum den alten Sudenburger Marktplatz und am Rande der Hauptstraße in Richtung Magdeburger Zentrum an. Zunächst noch geprägt durch Landwirtschaft, entstanden im Gebiet auch erste Industrieanlagen wie Zuckerrohrverarbeitung, Schokoladen- und Tabakfabrik. Im Jahr 1867 erfolgte die Eingemeindung nach Magdeburg.

Demografische Veränderung

In seiner demografischen Entwicklung gewann Sudenburg erst durch die Industrialisierung an Bedeutung. Als städtischer Vorort zur Wohnraumsicherung begann der Siedlungsbau entlang der Leipziger Straße und entstanden im Bereich der Halberstädter Straße viele Häuser im typischen Stil der Gründerzeit. Gewerbe und Industrie zogen weitere Einwohner an. Von den großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verschont geblieben, war der Stadtteil zur DDR-Zeit einer der Hauptschauplätze des Volksaufstandes von 1953 und Sitz eines Außenkomplexes des Ministeriums für Staatssicherheit. Im Zuge der deutschen Einheit entstanden die Wohngebiete Hansapark und Goethesiedlung. Heute leben hier über 18.000 Einwohner mit einem Altersdurchschnitt von 42,2 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Eines der ersten bedeutenden Bauwerke im „neuen“ Sudenburg war die evangelische St. Ambrosius-Kirche aus dem Jahr 1877. Der dreischiffige imposante Sakralbau im Stil der Neogotik verfügt über ein Quadermauerwerk aus Kalksandstein und die Innenausstattung wurde überwiegend von Spendengeldern der Sudenburger Bürgerschaft finanziert. Die katholische St. Marienkirche ist etwas jünger und stammt aus dem Jahr 1867. Die dreischiffige Basilika ist ebenfalls geschütztes Kulturdenkmal und wurde vom Paderborner Dombaumeister Arnold Güldenpfennig entworfen. Neben den vielen Häusern und Villen aus der Gründerzeit beeindruckt die prächtige Fassade des Landgerichts Magdeburg im äußersten Südosten des Stadtteils. Hier befindet sich auch das Landesministerium für Inneres und Sport. Das älteste Bauwerk am Ort steht in der Hesekielstraße, ein Fachwerkhaus, errichtet um das Jahr 1817. Ebenfalls unter Denkmalschutz stehen die alte Grundschule und die ehemalige Feuerwache, in der heute ein Kulturzentrum untergebracht ist. Zwischen Brunner- und Jordanstraße liegt der „Scheidersgarten“, die einzige Grünanlage im Viertel.

Als wichtiger Standort der Industrie und mit vielen Gewerbeflächen sowie zahlreichen Shopping-Optionen ist das Gebiet durchaus auch interessant für den Tourismus. Die gute Verkehrsanbindung, eine sehr gute Grundversorgung, zahlreiche Hotels, Restaurants und Cafés sorgen für eine umfangreiche Infrastruktur. Als lebendiger Stadtteil mit sehr vielen Bauten aus der Gründerzeit, einem vielfältigen kulturellen Angebot und zahlreichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ist Sudenburg ein wesentlicher Teil der Magdeburger Identität und bietet für die hier lebenden Menschen eine hervorragende Work-Life-Balance. unweit des Stadtkerns der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

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