Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Ottersleben erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet von Ottersleben und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Magdeburg Ottersleben

Ottersleben virtuell besuchen
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Geografische Lage

Magdeburg OtterslebenIm äußersten Südwesten Magdeburgs, circa 6 km von der Altstadt entfernt, liegt der Stadtteil Ottersleben. Im Norden grenzt das Stadtgebiet von Diesdorf am Niendorfer Grund und im Osten reihen sich die vier Stadtteile von Sudenburg, Lemsdorf, Reform und Beyendorfer Grund. Nach Westen und Süden bildet der Ort die Stadtgrenze von Magdeburg. Hier durchqueren die B1 und die A14 das Stadtgebiet. Das immer noch sehr ländliche Gebiet umfasst insgesamt eine Fläche von gut 16,5 Quadratkilometern und ist damit der größte von vierzig Stadtteilen der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

Historische Merkmale

Die Siedlungen Lemsdorf und Ottersleben waren im frühen Mittelalter ein Geschenk Ottos des Großen an das Benediktinerkloster St. Mauritius. Die durch Landwirtschaft zu einem für die damalige Zeit recht beeindruckenden Wohlstand gekommene Gemeinde fiel im Laufe der Jahrhunderte immer wieder an verschiedene Besitzer oder wurde in militärischen Konflikten wie dem Dreißigjährigen Krieg stark zerstört. Nach dem Sieg über Napoleon kam Ottersleben im Jahr 1815 unter preußischer Verwaltung zum Gemeindeamt Wanzleben. Während der Industrialisierung entstanden die ersten großen Siedlungen und um viele alte Höfe oder Bauernhäuser wurde zeitgemäßer Wohnraum im städtischen Stil erschaffen. So verschmolzen die drei Siedlungen Benneckenbeck sowie Groß- und Klein-Ottersleben zu einer Gemeinde, womit sie noch zur Gründungszeit der DDR mit über 10.000 Einwohnern nicht nur das größte Dorf im Arbeiter- und Bauernstaat, sonder vermutlich in ganz Europa darstellten.

Demografische Veränderung

Die Entwicklungsstrukturen im Stadtteil sind in vielen Bereichen immer noch der ländlichen Umgebung geschuldet, doch hat sich seit der Wendezeit eine breitere Infrastruktur ausgebreitet, die auch neben der Nutzung als Wohnquartier Handel und Gewerbe ermöglicht. Im Gebiet leben heute 10.500 Menschen mit einem Altersdurchschnitt von 46,1 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Viele interessante Informationen zur langen Otterslebener Historie, den Traditionen und regionalen Besonderheiten liefert der Heimatverein Otterslebener Geschichte e. V. an der Magdeburger Straße. Um ein Beispiel zu nennen, ist hier die lange Tradition der Hausschlachtung in der Börderegion anzumerken, bei der frisch durch den Wolf gedrehtes Fleisch unter eigenen Rezepturen in einen Darm zum Braten oder Grillen verwendet wird. Die typische Otterslebener Schlope ist bis heute eine schmackhafte Delikatesse unter den Bratwürsten. Einige Reisende werden sich vermutlich über die vereinzelt nach vorhandenen Tafeln wundern, die an dem ein oder anderen Haus angebracht sind. Diese „Haustafeln“ erinnerten mal an Verluste durch Zerstörungen, mal verweisen sie auf den göttlichen Segen, der das Heim beschützen sollte oder bildeten heraldische Insignien ab. Ein sehenswertes Bauwerk ist der Wohnturm Benneckenbeck, der vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammt. Im Amtsgarten, einer Parkanlage steht die 1893 erbaute Villa Böckelmann und ganz im Stil der Neogotik präsentiert sich die ebenfalls 1893 errichtete, beeindruckende Sankt-Maria-Hilf-Kirche. Wesentlich älter sind die Ursprünge der Sankt-Stephani-Kirche, die auf das Mittelalter zurückgehen.

Als klassisches Wohnviertel mit einer guten städtischen Infrastruktur und Gewerbeanbindung sind in Ottersleben nicht viele typische touristische Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Allerdings ist die lange Regionalgeschichte und die damit verbundenen Traditionen durchaus interessant und verbinden viele Aspekte des heutigen gesellschaftlichen Zusammenlebens. Unweit des Stadtkerns bietet Ottersleben eine fantastische Work-Life-Balance und viele hinaus Möglichkeiten für aktive Freizeitgestaltungen zwischen Natur und Stadtleben.

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