Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Stadtfeld Ost erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet Stadtfeld Ost und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Magdeburg Stadtfeld Ost

Stadtfeld Ost virtuell besuchen
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Geografische Lage

Magdeburg Stadtfeld OstWestlich der Altstadt von Magdeburg, entlang des Schienennetzes der Deutschen Bahn und dem Verlauf des Magdeburger Ring folgend, befindet sich der Bezirk Stadtfeld Ost. Das Stadtgebiet erstreckt sich mit einer Gesamtfläche von rund 3,8 Quadratkilometern bis zum Europa- & Westring nach Stadtfeld West. Im Norden grenzt die Albert-Vater Straße und trennt das Stadtgebiet von Nordwest. Im Süden verläuft die Eisenbahntrasse an der Sudenburger Wuhne nach Sudenburg.

Historische Merkmale

Die historischen Wurzeln des Stadtteilgebietes reichen bis ins Mittelalter zurück und verweisen auf die Ansiedlungen Rottersdorf im südlichen Teil und Schrotdorf im Norden, die wie zahlreiche Ortschaften rund um die Landeshauptstadt Magdeburg zum Besitz des Moritzklosters gehörten. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts wurden beide Ansiedlungen aufgegeben und lagen brach. Als Vorgelände der Festung Magdeburg unterlag das gesamte Gebiet bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, dem sogenannten Reichsrayongesetz, welches erhebliche Baubeschränkungen beinhaltete und nur die Errichtung von leicht wieder demontierbaren Fachwerkbauten, den so bezeichneten Rayonhäusern zuließ. Mit dem Wegfall dieser der Festung geschuldeten Richtlinien setzte eine rege Bautätigkeit ein, die sich zunächst auf den südlichen Bereich des Stadtteilareals beschränkten, in dem typische Wohnhäuser der Gründerzeit entstanden. Anfang der 1920er-Jahre erfolgte der Wohnsiedlungsbau im Nordostteil des Gebietes. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung kam es 1991 zur Teilung des Bezirks in Stadtfeld Ost und West.

Demografische Veränderung

Die demografische Entwicklung in Stadtfeld Ost begann im eigentlichen Sinne erst in der Kaiserzeit, in der das Gebiet per königlichen Erlass zur „Wilhelmstadt“ umbenannt wurde. Als typisches Vorstadt-Wohnquartier wurde Stadtfeld Ost in der Wendezeit Anfang der 1990er-Jahre vorwiegend von der politisch links motivierten Szene dominiert, die auch leer stehenden Wohnraum besetzte. Nach immer weiter voranschreitenden Altbausanierungen und Privatisierungen verlor Stadtfeld Ost nicht nur zahlreiche Einwohner, sondern auch seine linksgerichtete Hochburg. Dennoch ist der Stadtteil mit etwa 26.300 Einwohnern der bevölkerungsreichste der Landeshauptstadt. Der Altersdurchschnitt liegt bei 40,6 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Im südlichen Stadtteilgebiet liegen die ab dem Jahr 1889 errichteten Gebäudekomplexe des ehemaligen Magdeburger Zentralschlachthofes. Das ehemalige Verwaltungsgebäude und andere Bereiche wie die Viehbörse, heute eine Veranstaltungslocation, stehen unter Denkmalschutz. Unweit entfernt befindet sich die Hermann-Gieseler-Sporthalle, die einst als erstes kommunales Gebäude nach dem Ersten Weltkrieg im Stile des „Neuen Bauens“ von den Architekten Joahnnes Göderitz und Bruno Taut errichtet wurde. An der Liebknechtstraße finden Besucher die Villa Toepffer. Der imposante zweistöckige Fachwerkbau entstand ab dem Jahr 1885 und zeigt noch die typischen Vorschriften der Rayonbestimmungen. Heute dient das Gebäude samt angrenzenden Park als Standort für Seminare und Tagungen. Bedeutendster Sakralbau des Viertels ist die evangelische Pauluskirche im neugotischen Stil, die im Jahr 1896 an der Goethestraße fertiggestellt wurde. Neben vielen weiteren liebevoll sanierten Gebäudekomplexe aus der Gründerzeit befindet sich im Stadtteil auch das sachsen-anhaltinische Ministerium für Finanzen und die Landesfrauenklinik, deren Ursprünge auf das Jahr 1772 zurückgehen und die heute der Universität Magdeburg angegliedert ist.

Stadtfeld Ost ist ein lebendiger Stadtteil mit einer sehr guten Infrastruktur, die auch für den Tourismus interessant ist. Neben etlichen Sehenswürdigkeiten und vielen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind im Stadtteil zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, Hotels, Restaurants, Cafés und Bars vorhanden. Neben dem weitreichenden Angebot an Bildung stehen besonders Veranstaltungen und Kultur im Vordergrund. Die ehemalige Viehbörse ist eine beliebte Eventlocation mit wechselnden Programminhalten und in den Oli-Lichtspielen, einem Kino-Theater aus den 1930er-Jahren, werden vor allem echte Filmklassiker gezeigt. Eine breite ärztliche Grundversorgung, ein umfassendes Vereins- und Sportangebot sowie zahlreiche Spielplätze zeigen den Anspruch an einen modern ausgerichteten Stadtteil.

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