Der Albinmüller-Turm ist ein 61m hoher Aussichtsturm im Rotehornpark und gehört zu den Wahrzeichen der Stadt Magdeburg. Auf der Aussichtsplattform bietet sich ein einzigartiger Panoramablick über den Stadtpark und auf die Altstadt von Magdeburg.

Der Albinmüller Turm ragt 60m über den Stadtpark und ist eines der höchsten Bauwerke Magdeburgs. Der Aussichtsturm bietet Besuchern vom März bis Oktober einen einzigartigen Blick über die Elbe auf die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. In der Nähe der Elbe auf der Elbinsel Werder stehend, gehört der Aussichtsturm zu den prägenden Elementen der Magdeburger Stadtsilhouette. Der Turm entstand in den Jahren 1926–1927 nach einem Entwurf des Architekten Albin Müller (genannt Albinmüller) im Zuge der Gestaltung des Areals für die Deutsche Theaterausstellung Magdeburg 1927. Das Bauwerk stellt eines der wichtigsten Werke Albin Müllers dar. Mit seiner Eleganz und Funktionalität ist der Turm ein bedeutendes Beispiel des Neuen Bauens der 1920er Jahre. Die Architektur des Turms nimmt die Ideen einer Glas- und Lichtarchitektur des zeitweise in Magdeburg tätigen Bruno Taut auf. Abends ist die gläserne Turmspitze farbig beleuchtet. Der Turm bildet zur unmittelbar daneben stehenden und zeitgleich entstandenen Stadthalle Magdeburg einen vertikalen Gegensatz und so etwas wie einen Campanile.

Auf quadratischem Grundriss erhebt sich der schlanke Turm als 60 Meter hohe Stahlbetonkonstruktion, die von einem 15 Meter hohen Glas-Stahl-Aufbau bekrönt wird. Der gläserne Aufbau diente ursprünglich als Restaurant. Aufgrund der geringen Abmessungen war ein wirtschaftlicher Gastronomiebetrieb jedoch nicht möglich. Auf dem Turmschaft befindet sich eine Aussichtsplattform. Der gläserne Aufsatz ist aus der vertikalen Mittelachse des Schaftes seitlich verrückt, um die Silhouette des Turms zu beleben. An der südwestlichen Ecke des Turms befinden sich schmale Lisenen und dazwischen vertikale Lichtschlitze. Dieses auch zur nächtlichen Beleuchtung gedachte Element zieht sich fast über die gesamte Länge des Turmschafts und wird oben von einer Relieffigur bekrönt. Die monumentale, von Wilhelm Deffke geschaffene Figur stellt die auch auf dem Magdeburger Wappen befindliche Magdeburger Jungfrau dar. Wie auch in der heraldischen Darstellung trägt die Magd in der rechten erhobenen Hand einen Kranz. Markant ist die Anordnung der Fenster am Turmschaft. Kleine rechteckige Fenster im Querformat betonen die Ecken des Turms. Als Vorbilder für die Gestaltung des Aussichtsturms Rotehorn gelten der Darmstädter Hochzeitsturm von Joseph Maria Olbrich und bezüglich der Laterne das von Josef Hoffmann gestaltete Palais Stoclet in Brüssel.

Der Turm wurde im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts saniert. Der Stadtrat der Stadt Magdeburg beschloss auf seiner Sitzung am 16. Februar 2012 die Namensgebung Albinmüller-Turm für den bis dahin als Aussichtsturm Rotehornpark bezeichneten Turm, als Hommage an den Architekten.

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