Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Nordwest erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet Nordwest und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Magdeburg Nordwest

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Geografische Lage

Magdeburg NordwestWestlich des Neustädter Friedhofs und des Magdeburger Rings liegt der Stadtteil Nordwest. Im Norden grenzt die Mittagstraße und der Florapark an das Neustädter Feld. Im Süden verlaufen die Straßenzüge „An der Steinkuhle“ sowie „Rennetal“ an der Grenze zu Stadtfeld Ost. Weiter im Osten trennt das Schienennetz für den Regionalverkehr die Neue Neustadt und am Magdeburger Ring teilt sich Nordwest eine rund 200 m lange gemeinsame Grenze mit der Altstadt von Magdeburg. Durchzogen vom Bachlauf der „Faulen Renne“ sowie der „Schrote“ beinhaltet das rund 2,7 Quadratkilometer umfassende Ortsgebiet zahlreiche Wohnsiedlungen und Kleingartenkolonien in unmittelbarer Nähe zum Stadtkern der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

Historische Merkmale

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die von Landwirtschaft geprägte Fläche zur Siedlungsgemeinschaft. In der Mitte der 1930er-Jahre errichtete das Unternehmen Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG im Magdeburger Stadtteil Neue Neustadt ein großes Zweitwerk und benötigte Wohnraum für die Belegschaft. In diesem Zusammenhang entstand auf dem Gebiet die bis heute erhaltene „Junkerssiedlung“, deren Straßen zum Teil nach Junkers-Arbeitern genannt wurden. Rund um die Siedlung legten die Verantwortlichen zahlreiche und großzügig bemessene Kleingartenparzellen an. Im Großraum Magdeburg wird Nordwest umgangssprachlich als „Texas“ bezeichnet. Die Namensgebung entstand gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, als viele Flüchtlinge in dem von Zerstörungen weitestgehend verschonten Ortsteil untergebracht wurden. Bedingt durch die furchtbare Versorgungslage kam es zu vielen Diebstählen, die oftmals von den Einheimischen mit gewalttätiger Selbstjustiz geahndet wurden. Schnell entstand der prägende Satz, dass es im Viertel zugehe wie im Cowboyland Texas.

Demografische Veränderung

Selbst in der Zeit der DDR galt Nordwest eher als verrucht. Das änderte sich nach der Wiedervereinigung, bei der ein neuer Bebauungsplan Hoch- und mehrgeschossige Wohnhäuser in vielen Bereichen untersagte. Gesellschaftliche Struktur, Lebensqualität und die günstige Lage beschwerten dem Stadtteil entgegen vielen anderen innerhalb Magdeburgs einen regen Zuzug. Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurden jedoch viele Mietwohnungen zu Eigentumsobjekten, was den Bestand an freien Wohnraum deutlich senkte. Heute leben im Ort etwa 4.600 Menschen.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Als reiner Wohnstandort mit vielen Kleingartenparzellen sind Sehenswürdigkeiten oder besondere touristische Highlights eher rar. Der in DDR-Zeiten besonders berüchtigte Jugendklub „Max Lademann“, genannt „der Schuppen“ ist heute Treffpunkt für Senioren. Um die Belange der „Texaner“ kümmert sich seit 85 Jahren die Siedlergemeinschaft „Magdeburg-Nordwest e. V. und organisiert in diesem Zusammenhang auch etliche Veranstaltungen oder Projekte im Stadtgebiet. Getagt wird in der sogenannten „Kiste“, einer typischen Siedlergaststätte. Überregional bekannt ist der Elbkinder-Chor der Grundschule, welcher mit dem erfolgreichen Kinderliedersänger Rolf Zuckowski zusammenarbeitet. Neben Kirchengemeinden, Kitas und Schulen finden sich am Ort einige Sportvereine, ein Minigolfplatz sowie ein zweckgemäßes Dienstleistungsangebot. Unweit der Altstadt bietet Nordwest eine hervorragende Work-Life-Balance inmitten der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts.

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