Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Salbke erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet von Salbke und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

Magdeburg Salbke

Salbke virtuell besuchen
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Geografische Lage

Magdeburg SalbkeIm Süden der Ottostadt, am Ufer der Elbe, liegt das Stadtteilgebiet von Salbke. Beginnend von der im Norden verlaufenden Friedrich-List-Straße und den Salbker Seen im Stadtteil Fermersleben reicht das etwa 7,7 Quadratmeter große Areal bis kurz vor den Bahnhof Magdeburg-Ost und die Sohlener Straße trennt das Stadtgebiet von Westerhüsen. Im Osten fliesst die Elbe und am gegenüberliegenden Ufer kann man die Wälder von Kreuzhorst sehen. Im Westen grenzt der Ort an Beyendorf und Hopfengarten.

Historische Merkmale

Durch zahlreiche archäologische Funde im Rahmen des Kiesabbaus ist das Gebiet eines der ältesten Siedlungsplätze im gesamten Magdeburger Umland und weist Spuren bis in die Altsteinzeit auf. Als einer der spektakulärsten Funde gilt eine aus Bronze gefertigte Spiralplattenfibel, ein Kleidungsverschluss aus dem nordischen Raum, dessen Alter auf etwa 1.500 Jahre vor Christus datiert ist. Erstmals schriftlich erwähnt im Jahr 826, schenkte Otto der Erste die mittelalterliche Siedlung dem Moritzkloster. Im Zuge des Schmalkaldischen- und des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ort mehrfach belagert oder gänzlich zerstört. Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgten im Ort erste Baumaßnahmen im Zuge der Industrialisierung. Nach Kalkbrennereien entstand im Jahr 1886 mit der Chemiefabrik Fahlberg-List ein Traditionsunternehmen, welches noch zu DDR-Zeiten in Betrieb war. Es folgten Eisenbahntrasse, ein Gaswerk, eine Glashütte und eine Seifenfabrik.

Demografische Veränderung

Im Rahmen der Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit der DDR wurde in Salbke zunehmend Wohnungsraum errichtet. Besonders im Streckenverlauf der Bahn entstand eine ausgewogene Infrastruktur. Im Stadtteil leben rund 4.800 Einwohner. Der Altersdurchschnitt liegt bei 44,8 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Bereits aus der Ferne ist das Wahrzeichen Salbkes zu sehen: der Wasserturm. Erbaut im Jahr 1893 diente er der königlichen Eisenbahndirektion Kiel als Versorgungspunkt. In unmittelbarer Nachbarschaft lag das Reichsbahnausbesserungswerk, von dem Teilbereiche, darunter die imposante Innenarchitektur heute unter Denkmalschutz stehen. Die Bahnarbeiter wohnten in der zwischen den Jahren 1904 und 1913 entstandenen Siedlung Freundschaftsweg, die heute ebenfalls geschütztes Kulturgut ist. Weitere sehenswerte Relikte aus der Zeit der Industrialisierung sind die Betriebsstätte Fahlberg-List und die Maschinenfabrik Wolf AG Buckau, die aus der im Jahr 1838 gegründeten Werft hervorging. Innerhalb des sich auf dem Betriebsgelände befindlichen Kantinengebäudes befindet sich das bekannte Glasbild „Die sieben Künste“ des Magdeburger Künstlers Walter Bischof. Vom ehemaligen Klostergut sind nur noch Fragmente erhalten und am Rande des alten Ortskerns steht die 1867 im neugotischen Stil erbaute St. Gertrud-Kirche mit einer mehrseitigen Apsis, dem Backsteinsaal und dem Taubenturm. An der Holsteiner Straße befindet sich eine Gedenkstelle für Zwangsarbeiter, die während der nationalsozialistischen Diktatur unendliches Leid erfahren mussten.

In Salbke finden sich einige touristische Ziele und Attraktionen. Neben Industriebauwerken stechen auch Wohngebäude aus der Wilhelminischen Epoche wie das Kupitzsche oder Friedrichsche Haus sowie das von Johannes Göderitz entworfene Gröninger Bad hervor. Elbe und Fährverbindung, die landschaftlich wunderschönen Abschnitte an der Aussichtsplattform Spionskopf oder den Sohlener Bergen, aber auch einige Angebote zur Freizeitgestaltung sprechen durchaus für einen Besuch.

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