Das Kunsthistorische Museum in Magdeburg existiert bereits seit 1906. Obwohl der ursprüngliche Bau der Wiener Architekten Ohmann und Kirstein im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt wurde, konnten große Bereiche der Sammlung gerettet und über die Jahre ergänzt werden.

Als regional-geschichtlich orientiertes Museum widmen sich die Dauerausstellungen dieses ursprünglich als „Kaiser-Friedrich-Museum“ eröffneten Hauses vor allem der reichen Geschichte der heutigen Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Die Dauerausstellung umfasst dabei alle Bereiche, die ein gutes historisches Stadtmuseum zu bieten hat. Neben der klassischen Wissensvermittlung tragen die unzähligen Fundstücke, Kunstwerke und historischen Objekte zur Veranschaulichung der Geschichte Magdeburgs bei. Spannend ist auch die Dauerausstellung mit Objekten der DDR-Schulgeschichte.

Hinweis: Das Original des aus feinem Sandstein gefertigten Standbilds des Magdeburger Reiters (um 1240) befindet sich aus denkmalpflegerischen Gründen im prunkvollen Kaiser-Otto-Saal des Museums. Eine 1:1 Kopie des Abbilds befindet sich heute an seinem ursprünglich errichteten Ort, vor dem Alten Rathaus am Alten Markt von Magdeburg.

Geschichte

Nach verschiedenen Vorgänger-Institutionen wurde das Kulturhistorische Museum Magdeburg im Jahre 1906 als Kaiser-Friedrich-Museum gegründet. Erster Direktor des Museums war der Kunsthistoriker Theodor Volbehr. Nach zahlreichen privaten Gaben und Ankäufen aus Europa waren die Nationalsozialisten ab 1933 bemüht, unliebsame Objekte zu entfernen, bevor es 1945 zu weiteren Bestandsverlusten sowie Zerstörungen kam. Durch Neufunde gab es wieder viele Neuzugänge.

Das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Museumsgebäude wurde inzwischen zum großen Teil wieder aufgebaut und umfangreich restauriert. Zu den Höhepunkten gehören die Europaratsausstellungen Otto der Große – Magdeburg und Europa und Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation sowie die Ausstellung Magdeburg 1200 – Mittelalterliche Metropole, Preußische Festung, Landeshauptstadt.

Gebäude

Das Museumsgebäude befindet sich in der Otto-von-Guericke-Straße 68–73, nur wenige Meter vom Magdeburger Dom entfernt. Es wurde von 1901 bis 1906 als städtisches Museum für Kunst und Kunstgewerbe unter dem Namen „Kaiser-Friedrich-Museum“ erbaut. Der ausgeführte Entwurf war aus einem 1897 durchgeführten Architekturwettbewerb hervorgegangen und stammte von dem Wiener Architekten Friedrich Ohmann.

Kaiser-Otto-Saal

Im Kaiser-Otto-Saal sind die Originalstatue des Magdeburger Reiters, das dreiteilige Wandgemälde Szenen aus dem Leben Ottos des Großen von Arthur Kampf aus den Jahren 1905/06 und die 2005 entdeckte ottonische Gruft ausgestellt.

Diesen Ort virtuell besuchen