Du möchtest mehr über den Magdeburger Stadtteil Prester erfahren, nach Magdeburg reisen, die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts kennenlernen oder das Stadtviertel besuchen? Hier findest Du einen kompakten Überblick mit interessanten Informationen über das Stadtgebiet von Prester und einen Link, um den Ort in der virtuellen Welt zu erleben.

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Geografische Lage

Am östlichen Elbufer, umrahmt von Cracau-Neugrünenberg, Zipkeleben und Pechau liegt der rund 5,1 Quadratkilometer große Stadtteil Prester. Die natürliche Grenze im Westen bildet die Elbe, die im Süden wird vom Waldgebiet des Stadtteils Kreuzhorst markiert. Zahlreiche Flächen des Ortsgebiets liegen brach oder unterliegen der landwirtschaftlichen Nutzung.

Historische Merkmale

Die Historie Presters reicht weit zurück. Nach archäologischen Funden gehen die Experten davon aus, dass der im Norden liegende Teil des Ortes bereits in der Jungsteinzeit, also etwa 2000 Jahre vor Christus, besiedelt wurde. Später ließen sich hier slawische Stammesgruppen nieder und im frühen Mittelalter fiel das Dorf wie so viele im Umland Magdeburgs an das Moritzkloster. Mönche der Benediktiner waren es auch, die im 12. Jahrhundert die erste Kirche im Ort errichteten. Da die Hochwassergefahr in der Region stets präsent war, begann die Eindeichung des Gebietes bereits im 16. Jahrhundert. Die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Umgebung gingen auch an Prester nicht spurlos vorbei. So ließ der bekannte Feldherr Wallenstein während des Dreißigjährigen Krieges in diesem Gebiet Schanzen errichten. Im Jahr 1910 erfolgte die Eingemeindung zur Stadt Magdeburg.

Demografische Veränderung

Der Stadtteil war von seinen historischen Wurzeln bis zur Moderne immer geprägt von Landwirtschaft. Eine Entwicklung, die sich auch zur DDR-Zeit fortsetzte, als das neu begründete „Volksgut“ über 800 Hektar bewirtschaften musste. Bis zur deutschen Wiedervereinigung befand sich im nördlichen Stadtteilgebiet eine Kaserne der Sowjetarmee. Erst zur Jahrtausendwende wurden Teile des Gebietes im Norden des historischen Klusdamms als Bauland ausgewiesen, sodass eine neue Wohnsiedlung entstand. Heute leben im Stadtteil etwa 2.000 Menschen mit einem Altersdurchschnitt von 46 Jahren.

Beliebte Sehenswürdigkeiten

Die herrliche naturnahe Lage am Elbstrom und im Verlauf der Alten Elbe hält zahlreiche Eindrücke bereit. Teile des Deichdammes sind Streckenabschnitt des Elbradwanderweges und der Prester See ist nach seiner Renaturalisierung ein beliebtes Angelrevier. Direkt am Elbdeich im westlichen Teil des Ortes liegt die Immanuelkirche. Der Sakralbau wurde 1832 nach Entwürfen des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel errichtet, ist seit Ende der 1990er-Jahre ein Restaurant und befindet sich am Westrand des Stadtteils. Der sogenannte „Wohnturm“ steht in Altprester. Einst im Besitz einer reichen Kaufmannsfamilie ist auf ihm ein Wappen mit der Jahreszahlangabe 1510 zu sehen. Der „Mäuseturm“ ist eigentlich eine im Jahr 1905 erbaute Pumpstation, die zum am anderen Ufer der Elbe vorhandenen Wasserwerk Buckau gehörte. Ein weiteres touristisches Highlight: „Ostalgie-Fans“ können sich im Ort einen Trabant mieten, um eine Runde in der Region zu drehen.

Auch wenn nur ein geringer Teil Presters besiedelt ist, hat der Stadtteil einige Aspekte, die auch aus touristischer Sicht interessant sind. Die Natur lädt zur aktiven Freizeitgestaltung mit zahlreichen schönen Plätzen ein, die man in diesem Stadtgebiet entdecken kann. Durch die Anbindung an den Elbradwanderweg und die innerstädtische Infrastruktur sind Hotels, Restaurants und Cafés unweit der Elbe gut zu erreichen.

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