Der Messeplatz Max-Wille ist ein beliebter Veranstaltungsort und Schauplatz im Stadtkern von Magdeburg. Die Eventlocation befindet sich am Ostufer der Stromelbe auf der Elbinsel Werder, am Kleinen Stadtmarsch. Auf dem Stadtplatz findet der jährliche Rummel zur Frühjahrsmesse sowie zur Herbstmesse der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts statt.

Kaum jemand weiß, dass die Herbstmesse (früher Herrenmesse) der Stadt Magdeburg auf Deutschlands ältestes Volksfest zurück geht. Die Messetradition geht bis in den September 1010 zurück, als in Magdeburg (damals Magathaburg genannt) das heilige Fest der Thebäischen Legion gefeiert wurde. Daraus wurde im Lauf der Jahrhunderte das „Fest der Herren“ und dann die „Herrenmesse“. Zu jener Zeit fand der Jahrmarkt noch auf dem Domplatz statt. Spätestens ab 1220 verschmolz das Fest des Mauritius und seiner heiligen Mitstreiter mit dem großen Magdeburger Jahrmarkt, der jedes Jahr Ende September die Menschen anlockt.

Was können Besucher der Frühjahrsmesse / Herbstmesse in Magdeburg erleben?

Attraktionen für Groß und Klein! Auf dem größten Volksfest der Ottostadt finden Besucher jedes Jahr einen farbenfrohen Mix an Fahrgeschäften. Mit dabei sind Klassiker wie Autoscooter, Wellenflug, Riesenrad, Schaukel und Musikexpress. Rasante Rotationen bieten das „Magic“ und die Südseewelle. Das Looping-Karussel „Soundmachine“ ist nichts für schwache Nerven! Die Achterbahn „X-Racer“ ist für enge Kurven bekannt. Die Geisterbahn beliebt bei Gruselfans. Ein 7D Kino ist für den richtigen Durchblick auch am Start und auf dem Riesenrad haben Besucher einen Panorama-Blick auf die Altstadt von Magdeburg. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen die umliegenden Stände auf dem Rummel mit süßen und herzhaften Speisen. Einfach der Nase nach!

Wann ist Rummel in Magdeburg?

Wann ist die Frühjahrsmesse in Magdeburg?

Für gewöhnlich wird die Frühjahrsmesse jedes Jahr am 01. April in Magdeburg eröffnet und dauert ~3 Wochen.

Wann ist die Herbstmesse in Magdeburg?

Für gewöhnlich wird die Herbstmesse jedes Jahr mit Beginn der Herbstzeit am 22. / 23. September in Magdeburg eröffnet und dauert ~3 Wochen.

Kleiner Rückblick zu Jahrmärkte & Feste im Mittelalter

Jahrmärkte und dort veranstaltete Feste besaßen in jener Zeit nur dann Attraktivität, wenn die Straßen sicher und der Aufenthalt am Marktort reibungslos und angenehm für Besucher waren. Der Austausch von Waren, Informationen und Leistungen auf Jahrmärkten sollte Gewinn für den Ort und ansässige Händler einbringen und zusammen mit Festen Bürger aus der Umgebung anziehen. Der Rat der Stadt beherrschte die Stadtmauern und gewährte den Gästen freien Zutritt zu den Festen, verwehrte ihn aber zwielichtigen Personen jeder Art. Im Mittelalter gab es auch noch keine niedergelassenen Ärzte. „Quacksalber“ wurden die reisenden Heiler genannt. Magdeburg hat hier mit Johann Andreas Eisenbarth, auch Doktor Eisenbarth genannt, einen bekannten Vertreter. Operiert wurde oft im Hinterzimmer einer Schaubude, sodass die Schmerzschreie der Patienten von den Darbietungen übertönt wurden. Auch manches Handwerk wie das der Barbiere gehörten zum reisenden Volk und so tingelten sie mit ihren Dienstleistungen von Ort zu Ort. Reisende Theatergruppen gehörten ebenso zur Unterhaltungskaravane damaliger Jahrmärkte. Stehende Bühnen oder Zirkusmanegen sind später Resultate gewachsener Städte und Zelte mit Kinematographen brachten die ersten bewegten Bilder in die Städte und Dörfer.

Aus dieser Tradition veranstaltet die Stadt Magdeburg nunmehr seit über 1.000 Jahren seinen Jahrmarkt und lädt Bewohner und Besucher auch heute zum Magdeburger Rummel auf der Frühjahrs- und Herbstmesse zu Spiel, Spaß und Frohsinn ein.

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